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Testimonial-Einladung: Vorlage für die Kundenanfrage

Die meisten Kunden sagen gern zu, wenn die Anfrage zur richtigen Zeit kommt, kurz ist und den Aufwand klar benennt. Hier finden Sie eine Vorlage für Ihre Testimonial-Einladung per E-Mail, eine Nachfass-Mail und die Punkte, die vor dem Versand geklärt sein sollten.

Lesezeit 7 Minuten, Stand: Oktober 2026

Auf einen Blick

  • Einladen, wenn ein Erfolg frisch ist: nach Projektabschluss, Verlängerung oder einem messbaren Ergebnis.
  • Aufwand konkret nennen: Dauer, Ort und Vorbereitung. Unklarer Aufwand ist der häufigste Grund für ein Nein.
  • Persönlich vom Ansprechpartner senden, nicht aus dem Marketing-Postfach.
  • Freigabe und Einwilligung gleich in der Einladung ansprechen.
Inhalt

Warum die Einladung über Zu- oder Absage entscheidet

Bei einem Video-Testimonial bitten Sie einen Kunden um etwas, das weit über eine Sternebewertung hinausgeht: Er soll Zeit investieren, vor einer Kamera sprechen und mit seinem Namen und seinem Gesicht für Ihr Unternehmen einstehen. Die meisten Kunden sind dazu grundsätzlich bereit, wenn sie mit Ihrer Arbeit zufrieden sind. Was sie zögern lässt, ist selten die Zufriedenheit, sondern die Unsicherheit: Wie lange dauert das? Muss ich etwas vorbereiten? Was passiert mit dem Video? Kann ich es vorher sehen?

Eine gute Testimonial-Einladung beantwortet genau diese Fragen, bevor sie gestellt werden. Sie ist kurz, persönlich und konkret. Sie macht es dem Kunden leicht, Ja zu sagen, und ebenso leicht, freundlich abzulehnen. Gerade dieser zweite Punkt erhöht die Bereitschaft zur Zusage, weil sich niemand unter Druck gesetzt fühlt.

Der richtige Zeitpunkt für die Anfrage

Der beste Moment ist der, in dem der Nutzen für Ihren Kunden gerade spürbar geworden ist. Dann erinnert er sich noch gut an den Ausgangszustand, kann das Ergebnis benennen und ist Ihnen gegenüber positiv gestimmt. Typische Anlässe sind:

  • Projektabschluss: kurz nach einem erfolgreich abgeschlossenen Projekt oder einem Go-live.
  • Ungefragtes Lob: wenn der Kunde Ihnen von sich aus eine positive Rückmeldung schickt, etwa per E-Mail oder auf LinkedIn.
  • Verlängerung: nach einer Vertragsverlängerung oder einer Erweiterung des Auftrags.
  • Messbares Ergebnis: wenn sich eine Kennzahl sichtbar verbessert hat.
  • Gemeinsame Termine: vor einer Veranstaltung, bei der Ihr Kunde ohnehin vor Ort ist, etwa ein Kundentag oder eine Messe. Wie das abläuft, zeigt die Seite Event-Testimonials.

Weniger geeignet sind Phasen, in denen beim Kunden gerade viel los ist, etwa Jahresabschluss, ein laufender Rollout oder offene Reklamationen. Klären Sie offene Punkte zuerst. Eine Testimonial-Anfrage mitten in einem Problem wirkt unsensibel und kostet Vertrauen.

Vorlage: Testimonial-Einladung per E-Mail

Die folgende Vorlage ist für B2B-Kunden geschrieben, mit denen Sie per Sie kommunizieren. Ersetzen Sie die Platzhalter in eckigen Klammern und kürzen Sie, wo es passt. Wichtig ist, dass die Mail vom persönlichen Ansprechpartner kommt, also von der Person, die das Projekt betreut hat.

Vorlage 1: Einladung

Betreff: Kurze Bitte: Ihre Erfahrung mit [Ihr Unternehmen] auf Video

Guten Tag Frau [Name],

seit [Projektstart] arbeiten wir gemeinsam an [Projekt]. Dass [konkretes Ergebnis, zum Beispiel: die neue Plattform seit März stabil läuft], freut uns sehr. Ich glaube, es würde anderen Unternehmen in Ihrer Situation helfen, davon zu hören.

Deshalb eine Bitte: Hätten Sie Lust, in einem kurzen Video-Interview von Ihren Erfahrungen zu erzählen? So sähe das aus:

Dauer: etwa 20 bis 30 Minuten, remote oder bei Ihnen vor Ort, ganz wie es Ihnen passt.

Vorbereitung: keine. Sie erhalten vorab die Themen, auswendig lernen müssen Sie nichts.

Ablauf: Ein erfahrener Interviewer führt durch das Gespräch, Sie erzählen in Ihren eigenen Worten.

Freigabe: Sie sehen das fertige Video vor der Veröffentlichung und geben es frei.

Verwendung: auf unserer Website, in Präsentationen und auf LinkedIn. Die Details halten wir vorab schriftlich fest.

Wenn es zeitlich gerade nicht passt, ist das völlig in Ordnung. Ein kurzes Ja oder Nein genügt, dann melde ich mich mit Terminvorschlägen.

Viele Grüße

[Ihr Name]

Warum diese Vorlage funktioniert: Der erste Absatz bezieht sich auf ein konkretes Ergebnis und zeigt, dass es nicht um eine Massenmail geht. Der Aufwand steht in Minuten da. Die Freigabe nimmt die größte Sorge vorweg, nämlich die Kontrolle über das eigene Bild. Und der Satz, dass eine Absage in Ordnung ist, gibt dem Kunden einen eleganten Ausweg. Genau das macht die Zusage leichter.

Betreffzeilen, die geöffnet werden

Die Betreffzeile entscheidet, ob Ihre Einladung überhaupt gelesen wird. Sie sollte persönlich klingen, den Inhalt ehrlich ankündigen und nicht nach Newsletter aussehen. Bewährte Varianten:

  • „Kurze Bitte: Ihre Erfahrung mit [Unternehmen] auf Video“
  • „Dürfen wir Ihre Geschichte erzählen?“
  • „[Vorname], eine Frage zu unserem Projekt [Projektname]“
  • „Ihr Ergebnis mit [Projekt] hat uns beeindruckt“

Vermeiden Sie Wörter wie „Testimonial“ oder „Referenz“ im Betreff, wenn Ihr Kunde damit wenig anfangen kann. „Erfahrung“ und „Geschichte“ sind verständlicher und klingen nach Gespräch statt nach Marketing.

Nachfassen, ohne zu drängen

Bleibt eine Antwort aus, liegt das selten an Ablehnung. Meist ist die Mail im Tagesgeschäft untergegangen. Fassen Sie einmal nach, etwa eine Woche später, und machen Sie die Antwort dabei noch einfacher.

Vorlage 2: Nachfass-Mail

Betreff: Re: Kurze Bitte: Ihre Erfahrung mit [Ihr Unternehmen] auf Video

Guten Tag Frau [Name],

ich hake noch einmal kurz nach, falls meine Nachricht untergegangen ist. Wenn Sie grundsätzlich Lust haben, schlage ich Ihnen zwei Termine vor, und Sie wählen einfach einen aus: [Termin 1] oder [Termin 2]. Wenn nicht, ist das selbstverständlich in Ordnung.

Viele Grüße

[Ihr Name]

Danach ist Schluss. Mehr als eine Erinnerung wirkt aufdringlich und belastet genau die Kundenbeziehung, die Sie mit dem Testimonial zeigen wollen.

Typische Einwände und wie Sie darauf antworten

Manche Kunden sagen nicht sofort zu, sondern nennen einen Grund für ihr Zögern. Das ist ein gutes Zeichen: Wer einen Einwand äußert, ist grundsätzlich offen. Diese vier begegnen Ihnen am häufigsten.

  1. „Ich bin nicht gut vor der Kamera.“

    Das sagen fast alle. Ein geführtes Interview fühlt sich an wie ein Gespräch, nicht wie eine Präsentation. Versprecher werden herausgeschnitten, und das Video wird erst nach Freigabe veröffentlicht.

  2. „Ich habe gerade keine Zeit.“

    Bieten Sie ein Remote-Interview mit 20 bis 30 Minuten an oder verbinden Sie den Dreh mit einem ohnehin geplanten Termin, etwa einem Kundentag oder einem Projektmeeting.

  3. „Das muss ich intern abstimmen.“

    Verständlich, gerade in größeren Unternehmen. Bieten Sie eine kurze Zusammenfassung für die Kommunikationsabteilung an: Zweck, Kanäle, Nutzungsdauer und Freigabeprozess.

  4. „Ich möchte keine Zahlen nennen.“

    Kein Problem. Ein Testimonial lebt von der Geschichte, nicht von Kennzahlen. Aussagen wie „deutlich schneller“ oder „spürbar weniger Aufwand“ wirken ebenfalls, wenn sie mit einem Beispiel unterlegt sind.

Einwilligung und Freigabe: was vorab geklärt sein muss

Ein Video-Testimonial zeigt eine erkennbare Person. Für die Veröffentlichung brauchen Sie deshalb eine schriftliche Einwilligung, die Zweck, Kanäle und Nutzungsdauer benennt und auf das Widerrufsrecht hinweist. Sprechen Sie das Thema bereits in der Einladung an, denn Transparenz schafft Vertrauen: Wer weiß, dass er das Video vor der Veröffentlichung sieht und die Einwilligung widerrufen kann, sagt leichter zu.

Bei Mitarbeitenden eines Kundenunternehmens kommt eine zweite Ebene hinzu: Neben der Person sollte auch das Unternehmen der Veröffentlichung zustimmen, vor allem wenn Logo, Räume oder Projektdetails zu sehen sind. Die vollständige Checkliste mit sieben Punkten finden Sie im Video-Testimonial-Leitfaden. Dieser Abschnitt ersetzt keine Rechtsberatung.

Nach der Zusage: so geht es weiter

  1. Termin und Format festlegen

    Remote, vor Ort oder im Studio. Entscheidend ist, wo sich Ihr Kunde wohlfühlt und welcher Aufwand für ihn am geringsten ist.

  2. Briefing schicken

    Eine kurze Mail mit Ablauf, Dauer und den Themen des Gesprächs. Bewährte Fragen finden Sie im Ratgeber Testimonial-Interview-Fragen.

  3. Einwilligung einholen

    Vor dem Dreh unterschrieben, mit Zweck, Kanälen und Nutzungsdauer.

  4. Dreh und Freigabe

    Nach dem Schnitt erhält Ihr Kunde das Video zur Freigabe. Erst dann wird veröffentlicht.

Sie möchten Anfrage und Koordination nicht selbst übernehmen? Bei TestimonialFactory gehört die Kundenansprache zum Leistungsumfang, inklusive Briefing, Terminplanung und Einwilligungsdokumentation. Wovon der Preis einer solchen Produktion abhängt, lesen Sie im Ratgeber Was kostet ein Video-Testimonial?.

Häufige Fragen zur Testimonial-Einladung

Wie formuliere ich eine Testimonial-Anfrage an Kunden?

Kurz, persönlich und konkret: Beziehen Sie sich auf ein gemeinsames Ergebnis, nennen Sie Dauer und Ablauf, sagen Sie zu, dass der Kunde das Video vor der Veröffentlichung freigibt, und lassen Sie eine Absage ausdrücklich zu.

Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Testimonial-Einladung?

Kurz nach einem spürbaren Erfolg: Projektabschluss, Go-live, Vertragsverlängerung oder ein ungefragtes Lob. Dann ist das Ergebnis präsent und die Stimmung positiv.

Wer sollte die Einladung verschicken?

Der persönliche Ansprechpartner des Kunden, also die Person aus Vertrieb, Projektleitung oder Kundenbetreuung. Anfragen aus einem allgemeinen Marketing-Postfach wirken unpersönlich und gehen leichter unter.

Wie oft sollte ich nachfassen?

Einmal, etwa eine Woche nach der ersten Anfrage. Mehr Erinnerungen wirken aufdringlich und belasten die Kundenbeziehung.

Wir übernehmen die Anfrage für Sie.

Von der Einladung über das Interview bis zum fertigen Video: Im kostenlosen Erstgespräch klären wir, welche Kunden wir zuerst ansprechen.

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